14. Adventskalendertürchen 2025
- Christina Heinemann
- 14. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Mudras sind Gesten, die Energie lenken. Am bekanntesten sind Mudras, die mit Händen und Fingern geformt werden. Übersetzt bedeutet Mudra „Das, was Freude gibt“ – „Mud“ heißt Freude, „ra“ geben. Trotz des vielversprechenden Namens werden Mudras in der westlichen Welt eher selten praktiziert. Grundsätzlich wirken Mudras mit der Handflächen nach unten eher erdend, solche mit den Handflächen nach oben symbolisieren, dass Inspiration von einer höheren Stelle empfangen werden soll. Mudras, regelmässig praktiziert, können einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit, unseren Gemütszustand haben.
Ich möchte dir heute einige meiner Lieblingsmudras vorstellen. Du kannst sie mit deiner Meditationspraxis kombinieren. Oder probiere sie mal im Alltag aus, z.B. während eines Gesprächs oder in einem Meeting.
Anjali Mudra
Das häufigste Mudra im Yoga ist sicherlich das Anjali Mudra. Hier werden die Hände in Gebetshaltung vor das Herz-Chakra gebracht. Das Anjali Mudra ist im Yoga-Unterricht fast immer Teil der Begrüßung und Verabschiedung und wird häufig während des Om-Singens gehalten. Das Mudra wird auch als „Namasté“ bezeichnet, weil die Geste „Das Höchste in mir grüßt das Höchste in dir“ oder „Ich grüße dein Wesen“ bedeutet. Die Geste wirkt ausgleichend und stressreduzierend und lenkt die Aufmerksamkeit nach innen.

2. Chin Mudra
Bei diesem Mudra berühren sich Daumen und Zeigefinger, die restlichen Finger werden abgespreizt. Wenn sie mit der Handfläche nach unten praktiziert wird, wird sie Jnana Mudra genannt – zeigen die Handflächen nach oben, wird sie Chin Mudra genannt.
Das Mudra ist das beliebteste Meditations-Mudra – nicht umsonst bedeutet Chin „uneingeschränktes Bewusstsein“. Das Chin/Jnana Mudra lässt den Übenden innerlich friedlicher und harmonischer werden und verstärkt in Kombination mit regelmäßiger Meditation die intutive Weisheit des Übenden.

3. Yoni Mudra
Das Yoni Mudra, auch als Siegel der Göttin bekannt, symbolisiert die Shakti, also die weibliche Energie im Universum. Das Sanskrit-Wort Yoni bedeutet entsprechend „Schoß“, „Quelle“, „Gefäß“ und „Siegel“. Das Mudra wirkt ausgleichend auf die zwei Gehirnhälften und fördert die Konzentration. Die Finger beider Hände werden hier locker miteinander verschränkt, dann werden die Hände so nach vorne gekippt. Die Daumen werden gelöst und zeigen nach oben, die Zeigefinger werden gelöst und zeigen aufeinandergepresst nach unten – so entsteht auch bildlich ein weiblicher Schoß.

4. Die Ksepana-Mudra
Die Ksepana-Mudra wird auch als Geste des Loslassens bezeichnet. Sie hilft dir, dich leichter zu entspannen. Du kannst sie im Stehen oder Sitzen anwenden. Du verschränkst die Finger ineinander und streckst die Zeigefinger aus. Es wird auch James-Bond-Mudra oder Pistolengriff genannt.

Viel Spaß!
Hab einen Wunder-vollen dritten Advent! Christina
P.S.: Das obere Foto ist wie immer von der zauberhaften Jana Richter.






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